Nora Manthei

16. APRIL – 26. JUNI 2016 DAS PRINZIP, ERNSTING-STIFTUNG GLASMUSEUM ALTER HOF HERDING

Ausstellung

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2016_coen

 

 

11. MÄRZ 2016 `ONCE UPON A TIME´, JARMUSCHEK + PARTNER

Ausstellung

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Einladung Jarmuschek

12. FEBRUAR 2016 `COLD GAMES´ VERNISSAGE, OKAZI GALLERY

Ausstellung

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Installation Video Performance
Vernissage 12. Februar um 19 Uhr

DE Mit einem Augenzwinkern lässt uns die Künstlerin Nora Manthei in Ihrer ersten Einzelausstellung über die eigenen Ressentiments nachdenken. In ihrer Arbeit, greift sie die großen Themen des Weltgeschehens auf. Ihre Herangehensweise ist ehrlich und direkt. Identitäten, Tabus, das Nichtgesagte, zeigt sie uns über einfache, aber konsequente Ideen.

EN We all are influenced by our personal resentments. In her first solo exhibition, Nora Manthei makes us think about those in a witty and politically incorrect way. Her tongue-in-cheek work is provoking as her artistic approach is honest und direct. She is showing us plain ideas that consequently deal with identity, the taboo and the unspoken.

Ausstellung vom 12. Februar 2016 bis 12. März 2016
Okazi Gallery, Türrschmidtstrasse 18 / 10317 Berlin, Öffnungszeiten Mittwoch und nach Absprache 030.702 266 15

Im ersten Raum der Galerie werden Fotos der 2015 aufgeführten Performance „Im Außen (entpuppen) zu sehen sein.
1. Eine Frau kniet – von einem halbtransparentem Schleier umhüllt – in meditativer Haltung auf dem Boden vor einer weißen Porzellanschale, die mit heißem Wachs gefüllt ist.

2. Wie in einer rituellen Handlung umschließt sie mit beiden Händen die Schale und hebt sie hoch über ihren nach oben gerichteten Kopf. Sie kippt die Schale leicht an, sodass sich der Inhalt nach und nach über ihr Gesicht und ihren Körper ergießt. Das Wachs zeichnet die Konturen ihres Gesichts nach, durchtränkt das Tuch und verbindet sich mit der Haut.

3 .Die Frau lässt ihre Hände mit der Schale in ihren Schoß sinken und verharrt in ihrer Position. Das trocknende Wachs wird zu einer undurchsichtigen, weißlichen Schicht. Nach einer Weile senkt sie ihren Kopf und stellt die Schale wieder vor ihren Knien ab.

4. Die Frau beginnt den mit Wachs vollgesogenen und nun starren Schleier von ihrem Gesicht zu lösen. Das getrocknete Wachs hat die Form des Gesichts der Frau angenommen und ähnelt einer Totenmaske. Sie nimmt vorsichtig den ganzen Schleier herunter und breitet ihn vor sich aus. Die Frau ist nun nackt, ihre Haut gerötet und mit Wachs besprenkelt.

Sie beginnt langsam das Wachs mit ihren Händen von ihrer Haut zu entfernen.

Dem gegenüber wird die Arbeit Im Inneren (einpuppen) zu sehen sein. Ein bestickter Chiffonstoff. Die Innenseite ist nur für den Träger des Schleiers sichtbar, die Außenseite nur für das Gegenüber. Der Schleier trennt das Innere vom Äußeren und ist gleichzeitig die Verbindung zwischen Innen und Außen. Dadurch ist der Träger vor der Außenwelt verborgen und lebt in einem geschützten Inneren.

Im 2. Raum der okazi gallery werden 2 Objekte und 1 Video zu sehen sein, die sich mit der der Wahrnehmung und Selbstdarstellung und der Bedeutung von religiösen Symbolen auseinandersetzen.

Das titelgebende Video Cold Games beschäftigt sich mit der Atommacht Israel.

Es gibt ein Tabu über die Existenz einer Atombombe in Israel, ob es diese tatsächlich gibt, ist schwer zu sagen. Seit 1955 finden allerdings deutsche Rüstungsexporte statt, bei denen in den letzten Jahren U-Boote, Korvetten und andere Kriegsgeräte nach Israel geliefert werden, die mit Hilfe von Marschflugkörpern, nukleare Sprengköpfe an alle Ziele in dieser Welt schießen können.

2 weitere Installationen zeigen die Arbeiten Kippakini le Kippakini, la premiere bombe an atomatique undGlory Hole. Diese thematisieren Fragen der Gleichberechtigung innerhalb eines Geschlechtes, bzw. innerhalb einer Gesellschaft und inwiefern die Vorstellung der modernen Frau in Israel unerreichbar ist. Ebenso sind Gegensätze, wie säkular und gläubig, Freizügigkeit und Bedeckung, Mann und Frau und ob sich einige Dinge überschneiden und austauschen lassen, Teil dieser Arbeit.